Parlamentarischer Abend der Cyberagentur
- 22. Feb.
- 3 Min. Lesezeit
Größe: ca. 50 Teilnehmende
Veranstalter: Cyberagentur
Location: Parlamentarische Gesellschaft
Zielgruppe: Bundestagsabgeordnete aller Fraktionen
Ziel des Events: Zuständige Abgeordnete über den Status und die Themen der Cyberagentur informieren.

Bevor es losgeht: Wer ist die Cyberagentur?
Die Cyberagentur ist eine Organisation, die sich im Auftrag des Bundes um Innovation in der Cybersicherheit kümmert. Dort geht es um Fragen wie: Welche Bedrohungen könnten in den nächsten 10 Jahren auf uns zukommen und wie können wir ihnen begegnen? Was bedeutet die Entwicklung von kleineren, günstigeren Quantencomputern für unsere Verschlüsselungstechnik und so weiter.
Die Agentur gehört dem Bund, agiert aber weitgehend eigenständig. Sie arbeitet sehr eng mit dem Bundesinnenministerium und dem Bundesverteidigungsministerium zusammen.
Der Parlamentarische Abend ist deshalb ein sehr wichtiges Event, um unsere Bundespolitiker:innen zu informieren, Fragen zu beantworten und daran zu erinnern, dass die Cyberagentur eine wirklich wichtige Organisation ist, die Erfolge und Fortschritte vorzuweisen hat.
Jetzt geht's los. Die Herausforderung:
Das Setting der parlamentarischen Gesellschaft erfordert eine gewisse Ernsthaftigkeit. Gleichzeitig braucht das Format aber auch einiges an Leichtigkeit, damit die Parlamentarier:innen wirklich mit dem Kopf dabei bleiben. Der parlamentarische Abend findet nämlich immer in einer Sitzungswoche des Bundestages statt - und diese Wochen sind für die Abgeordneten bretthart: Lange Sitzungen, lange Tage, viele Termine. Das ist kein easy peasy Publikum. Das muss sehr gut abgeholt werden und wir müssen einen guten Ton treffen, um eine spannende, leichte Veranstaltung zu gestalten, die gleichzeitig dem parlamentarischen Anspruch gerecht wird.
Wir haben das vor allem durch Abwechslung gelöst.Normalerweise folgt bei solchen Events ein Grußwort, eine Rede auf die andere.
Wir haben die Moderation genutzt, um das aufzulockern. Auf ein Grußwort folgte meist ein kurzes Gespräch mit mir, in dem es dann auch ein bisschen persönlich werden durfte.
Die Cyberagentur und ich als Moderatorin haben das große Glück, dass der Forschungsdirektor Prof. Christian Hummert ein sympathischer Gesprächspartner ist, der Menschen durch seine Unverblümtheit zum Lachen bringen kann. Das hat sehr geholfen, von Anfang an den richtigen Ton zu setzen.
Mein Beitrag als Moderatorin:
Um das Event richtig gut zu machen, war ich von Beginn an sehr eng im Austausch mit dem Team der Cyberagentur. Wir haben alles sehr genau abgestimmt und vor allem viel darüber nachgedacht, wie das Event sich anfühlen soll.
Dazu kam eine intensive inhaltliche Vorbereitung. Ich habe alles Mögliche gelesen, was es von uns über die Cyberagentur gab. Insbesondere für die Panel-Diskussion war es mir sehr wichtig, dass ich jederzeit alle Informationen parat hatte, die zur Cyberagentur wichtig sind. Immerhin ging es darum, dass die Abgeordneten ein umfassendes und positives Bild über die Arbeit der Agentur bekommen.
Dafür habe ich auch Vorgespräche mit den Panelist:innen (bzw. mit ihren Referent:innen) geführt. Zumindest habe ich es versucht. Der Vorbereitungsprozess läuft im politischen Betrieb anders als bei den meisten anderen Veranstaltungen. Sonst mache ich einfach Termine mit den Menschen, mit denen ich auf der Bühne sprechen werde.
In Ministerien gibt es rund um Menschen, die repräsentative Positionen besetzen, aber eine Reihe von Fach-Referent:innen, die sich um die Inhalte kümmern. Ich habe also mit diesen Referent:innen gesprochen, um herauszufinden, welche Antworten und Meinungen ich von meinen Gästen zu erwarten habe. Das funktioniert auf der Sachebene gut. Aber so kann ich natürlich nicht einschätzen, was mir für ein Mensch gegenübersitzen wird und welchen Kommunikationsstil er mitbringt. Das ließ sich lösen, indem ich auf anderen Plattformen nach Interviews der entsprechenden Menschen gesucht habe.
Kleine Extra-Hürde:
Kurz vor Start haben wir erfahren, dass die Abgeordneten im Laufe des Abends noch einmal zu einer namentlichen Abstimmung in den Sitzungssaal müssen. Wann das genau passiert, war noch nicht klar. Es gibt dann einfach einen Gong, den man im ganzen Gebäude hört. Wir wussten also: wir werden irgendwann gestört. Wir wussten aber noch nicht, wann das passieren würde.
Also sind wir den ganzen Ablauf einmal durchgegangen und haben überlegt, was eine Störung an welcher Stelle für uns bedeuten würde. Zum Glück alles kein Problem.
Am Ende hat sich die ganze Vorbereitung gelohnt.
Es waren mehrere Abgeordnete nach dem Termin bei mir und haben sich dafür bedankt, dass die Veranstaltung so erfrischend war. Und ich freue mich schon auf den nächsten parlamentarischen Abend im Mai 2026.



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